4 Gründe, warum deine vielen Talente nicht deine größte Stärke im Marketing sind

von Positionierung

Deine vielen Begabungen mögen dazu beigetragen haben, dass du dir um Schule nie Sorgen machen musstest und jedem klar war: die macht mal ihren Weg. Wenn dein Weg nun aber heißt, dich und dein Business zu vermarkten, sind deine 100 Talente und 1000 Interessen tatsächlich deine größte Hürde.

In diesem Artikel erkläre ich dir, warum deine vielseitige Persönlichkeit deiner erfolgreichen (Selbst)Vermarktung im Weg steht und wie du dich und dein Business trotzdem aus der breiten Masse heraushebst.

Grund 1: Deine vielen Talente verwässern dein Marketing.

„Das ist doch die, mit dem …!“ oder „Die macht doch so …!“ – wäre es nicht großartig, wenn Menschen, die dich gar nicht persönlich kennen, genau wüssten, wofür du mit deinem Business stehst? Das ist es, was berühmte Menschen zu berühmten Menschen macht! Sie sind ein leuchtender Farbklecks in einem Meer aus Grau und Khaki.

Sichtbar werden, aus der breiten Masse herausstechen kannst du nur, wenn du dich von anderen unterscheidest. Im Marketingdeutsch heißt das USP – Unique Selling Proposition oder Unique Selling Point. Es geht also um Einzigartigkeit – deine Einzigartigkeit als selbständige Unternehmerin. Und das ist nicht nur, was du kannst, sondern auch, wofür du stehst und woran du Spaß hast. Ja, du hast richtig gelesen – du darfst Spaß haben bei deiner Arbeit, denn der überträgt sich auf deine Kunden und sorgt für mehr Motivation und bessere Ergebnisse! 

Selbst wenn du inzwischen für dich erkannt hast, dass deine Vielseitigkeit ein wichtiger und großartiger Teil deiner Persönlichkeit ist, musst du tiefer graben, um deinen wahren USP ans Licht zu befördern.

Das ist es, was berühmte Menschen zu berühmten Menschen macht! Sie sind ein leuchtender Farbklecks in einem Meer aus Grau und Khaki.

Du kannst also versuchen, deine Vielseitigkeit als USP zu verkaufen, mit knallharter Akquise zu persönlichen Kennenlern-Terminen zu kommen und hoffen, den potenziellen Kunden im Gespräch zu überzeugen. 

Du kannst aber auch von vornherein klar sagen, wodurch sich dein Angebot von anderen unterscheidet und vor allem, was der Kunde davon hat. Damit engst du zwar den Kreis der potenziellen Käufer ein, sprichst diese aber ganz gezielt an – du leuchtest in genau der Farbe, die deine Wunschkunden magisch anzieht.

Grund 2: Deine vielen Botschaften treffen keinen Nerv.

Was du kannst, kann ganz vielen Menschen weiterhelfen. Und weil du es total spannend findest, immer wieder neue Kontakte zu knüpfen, hast du deine Zielgruppe bewusst nicht zugespitzt. Schließlich hast du so auch die Chance, mehr zu verkaufen, weil du dich an viel mehr potenzielle Kunden richtest. Wer weiß schon, ob die sich alle leisten können und wollen, was du anbietest.

Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst die keiner kann – kennst du das Sprichwort? Allgemeines Blabla rauscht einfach so an uns vorbei. Überleg mal, du reagierst auf deinen Namen sofort, von einem allgemeinen „Hallo“ lässt du dich nicht einfangen. So lange du also nicht den Namen deine*r potenziellen Kund*in kennst, solltest du zumindest sehr genau wissen, wo ihm/ ihr der Schuh drückt und wie er/sie darüber spricht. So erhöht du die Chance deutlich, dass er/sie sich angesprochen fühlt.

Selbst wenn du dich auf eine sehr spezifische Zielgruppe konzentrierst, kannst du genug potenzielle Kunden finden. Denn wenn sich von der kleineren Masse an Menschen mehr von dir angezogen fühlen, kannst du am Ende mehr tatsächliche Kunden haben als vorher. Und vergiss nicht: um den Kern deiner Kunden herum werden sich weitere Kunden für dich entscheiden, deren Ton du nur zum Teil triffst.

Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst die keiner kann!

Du kannst also versuchen, den kleinsten gemeinsamen Nenner deiner vielen Zielgruppen zu finden, ein verschwommenes, allgemeines „Hallo“ absenden und ganz doll die Daumen drücken, damit durchzudringen. 

Du kannst dich aber auch auf eine kleine Zielgruppe einlassen, die du in allen Einzelheiten kennst. Und du kannst Angebote und Botschaften entwickeln, die so genau deren Nerv treffen, dass sie davon tatsächlich angezogen werden – weil sie sich verstanden fühlen.

Grund 3: Deine vielen Fähigkeiten überzeugen nicht.

Du kannst ganz viel und erzählst in den schillerndsten Farben davon. Kommst du mit Menschen ins Gespräch, kannst du mit deinem breiten Wissen und deiner unbändigen Neugier jemanden locker eine Stunde fesseln. Du hinterlässt Eindruck als interessante*r Gesprächspartner*in. Wenn du dich als Gesellschafter*in verdingst, macht das total Sinn. Bist du aber in einer anderen Branche unterwegs, hast du gerade eine gute Chance vertan.

Um nämlich mit deinem Business voran zu kommen, musst du für dein Thema in Erinnerung bleiben! Die Zeit von Universalgenies wie Leonardo Da Vinci und Goethe ist vorbei. In unserer komplexen, spezialisierten Welt sind Expert*innen einfach überzeugender.

Selbst, wenn du in wirklich vielen Bereichen viel mehr weißt und kannst als der Durchschnitt, wird dir das kaum jemand abkaufen. Du kannst nicht Expert*in für alles sein. Das ist die gängige Meinung. Eine spezifische Expertise vorzuweisen, gibt deinen potenziellen Kunden deshalb ein Gefühl von Sicherheit, bei dir die Hilfe zu bekommen, die sie sich wüschen. Und frag dich mal, ob es dir als Kund*in nicht genauso geht…

In unserer komplexen, spezialisierten Welt sind Expert*innen einfach überzeugender.

Du kannst also ganz viel Zeit, Aufwand und Marketingbudget investieren, um die Welt davon zu überzeugen, dass du tatsächlich ALLES besser kannst als andere. 

Du kannst aber dein Business und deine Marketing-Energie auch auf ein Thema lenken, in dem du ganz besonders als Expert*in wahrgenommen werden willst.

Grund 4: Für deine vielen Interessen hat niemand Zeit.

Da hast ein Seminar gebucht und zu Beginn sollen sich alle Teilnehmer vorstellen. Zwei Minuten für jeden. Nutzt du die Chance, gleich zu zeigen wofür du stehst? Oder versteckst du dich lieber hinter privaten Infos und Fragen zu den anderen? Am Schluss bleibt keine Zeit mehr für dein Statement. Aber das hätte eh viel länger als 2 Minuten gedauert.

Niemand hat Zeit, dir lange zuzuhören, du musst also schnell zum Punkt kommen. Auf deiner Website, in deinen Mails, beim persönlichen Kennenlernen – Menschen, die auf dich stoßen, sollten auf den ersten Blick erkennen, was du anbietest. Denn du musst dir ihre Aufmerksamkeit mit tausenden von Informationen und Botschaften teilen, die täglich auf sie einprasseln.

Selbst wenn du in deinen vielen Interessen einen Zusammenhang herstellen kannst und weißt, was dein Gegenüber davon hat, dass du dieses und jenes kannst: Du wirst nicht die Zeit bekommen, deinen Gesprächspartner davon zu überzeugen. Überlege mal: wie viel Zeit gibst du zum Beispiel einer Website, dir ihren Nutzen für dein Problem klar zu machen? Es sind nur Sekunden, jede Wette!

Menschen müssen auf den ersten Blick erkennen können, was du anbietest. Denn du musst dir ihre Aufmerksamkeit mit tausenden von Informationen und Botschaften teilen.

Du kannst also erstmal ausholen, argumentieren und zum Thema hinführen – und hoffen, dass dein*e Gesprächspartner*in Zeit mitgebracht hat. 

Du kannst aber auch gleich zum Punkt kommen. Sicher sortierst du auch hier wieder Menschen aus, die sich für dein Angebot überhaupt nicht interessieren. Aber denk auch mal an deine Zeit! Du willst sie doch nicht mit langen Gesprächen verschwenden, die dich und dein Business überhaupt nicht weiter bringen!

Fazit: Dein Marketing braucht klare Kante, um für dich zu funktionieren. Mit deinen vielen Talenten hast du es da schwerer als jemand, der mit nur einem Thema unterwegs ist. Die gute Nachricht: Auch du kannst es schaffen: wenn du einen klaren USP herausarbeitest, eine wirklich konkrete Zielgruppe für dich definierst, dein Expertenthema stringent verfolgst und schnell zum Punkt kommst, wenn du dich und dein Business präsentierst.

Bist du bereit dazu, in deiner Vielseitigkeit klare Kante zu zeigen und dein Profil zu schärfen?

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