4 praxiserprobte Experten-Tipps, wie du dich auf eine Positionierung festlegst, obwohl dir Entscheidungen schwer fallen.

4 praxiserprobte Experten-Tipps, wie du dich auf eine Positionierung festlegst, obwohl dir Entscheidungen schwer fallen.

Dich Positionieren heißt, grundlegende Entscheidungen zu treffen, vor allem darüber, was du anbieten willst und für wen. Und zwar so konkret wie möglich. Nun gehört das Entscheiden nicht gerade zu den Stärken von uns Multitalenten. Viel zu sehr befürchten wir, uns die falsche Option zu greifen und dann von Langeweile, Frust und Unwillen heimgesucht zu werden. Das sollte dir natürlich für deine Selbständigkeit nicht passieren, schließlich willst du dir damit eine dauerhafte Existenz aufbauen – ein Strohfeuer hilft dir da nicht weiter.

In diesem Artikel gebe ich dir 4 Tipps, wie du es trotz Vielseitigkeit schaffen kannst, eine Positionierung zu finden, die dich im Inneren erfüllt und mit der du einen echten Unterschied im Außen machen kannst. Nur Mut – es ist möglich:-)

Experten-Tipp Nr. 1 – Fange mit dem Träumen an!

„Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen.“ Auch wenn ich dem Zitat von Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt durchaus etwas abgewinnen kann – für deine Positionierung ist es unverzichtbar, dass du dir eine Vision für deine Selbständigkeit erschaffst. Und dazu gehört weit mehr als zu formulieren, in welchem Business du unterwegs bist. Zu abstrakt? Ok, dann ganz konkret.

Deine Business Vision setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:
Was bietest du an? (Produkt/ Dienstleistung/ Befähigung)
Wo willst du deine Leistung anbieten?
Wie organisierst du dein Business?
Wo willst du arbeiten?
Was ist dein Exzellenzgebiet?
Welche großen Träume hast du?
Warum hast du dich selbständig gemacht?
Welche finanziellen Bedingungen brauchst/ möchtest du?

Der Moment, in dem du entschieden hast, selbständig zu arbeiten und ein Unternehmen zu gründen – erinnerst du dich daran? Kannst du heraufbeschwören, mit welchen Hoffnungen, Wünschen und Ideen du an dein Leben als Selbständige*r gedacht hast? Haben sich diese Ideen seitdem verändert? All das gehört in deine Business-Vision.

So gehst du vor:
Schreibe dir deine Vision unbedingt auf – Gedanken sind flatterhaft!
Nimm dir dafür Zeit (mindestens 1-2 Stunden) und genug Ruhe, alles zu durchdenken.

Dann lass das Ganze etwas reifen und schaue mit klarem Blick ein paar Tage später noch einmal drauf. Während dieser Zeit denkst du vielleicht nicht bewusst darüber nach. In deinem Unterbewusstsein wird das Thema aber weiterarbeiten.

Du kannst nun ergänzen, korrigieren oder einfach alles so belassen, wenn es sich auch jetzt noch alles gut und stimmig anfühlt.

Was hat deine Vision mit den Entscheidungen für deine Positionierung zu tun? Jede Menge, denn viele Entscheidungen, die du in deiner Business-Vision bereits getroffen hast, leiten Entscheidungen für deine Positionierung einfach ab.

Hier ein paar Beispiele, wie deine Business-Vision deine Positionierung beeinflusst:
Du willst zu einem großen Teil Online arbeiten? Dann musst du zwangsläufig eine Zielgruppe anpeilen, die bereit ist, dein Angebot auch online zu kaufen und zu nutzen.

Du möchtest ein festes Team einstellen, das du leitest? Dann wirst du Angebote aufsetzen müssen die genug Umsatzpotenzial haben, um das dauerhaft zu finanzieren.

Dein Warum dreht sich um mehr Nachhaltigkeit und einen Beitrag zu einer enkelfreundlichen Wirtschaft? Dann sind umweltschädliche Produktionsverfahren tabu.

Experten-Tipp Nr. 2 – Lass dich auf Gedankenexperimente ein!

Vielseitig Interessierte tun sich oft schwer damit, einmal getroffene Entscheidungen loszulassen. Schließlich ist die Entscheidung hart erkämpft.

Andererseits sind Multitalente wahnsinnig neugierig – nutze das für dich und spiele einfach mal ein paar scheinbar abwegige Varianten durch – ganz ohne Risiko. Alles, was du investieren musst, ist Zeit und Grips.

So gehst du vor:
Spiele verschiedene Szenarien und Ideen gedanklich durch. Nimm dir verschiedenfarbiges Papier und wähle für jede Idee eine Farbe. Schreibe alles auf, was dir einfällt, ohne es zu bewerten.

Wenn du unsicher bist, suche dir zu deiner Fragestellung (z.B. Zielgruppenpersona oder Expertenthema) im Internet Arbeitsblatt-Vorlagen und versuche, für jede Richtung ein Arbeitsblatt auszufüllen.

Spring über deinen Schatten und lasse auch Möglichkeiten zu, die du bisher total ausgeschlossen hast. Vielleicht stößt du hier auf einen Schatz.

Warum rate ich dir das? Weil es deiner Entscheidung eine neue Qualität gibt. Wenn du verschiedene Szenarien durchspielst hast du auch verdeutlicht, was nicht zu dir passt. Das gibt dir mehr Sicherheit, weil du nicht mehr das Gefühl hast, eine bessere Variante zu verpassen.

Ich habe mit einem Gedankenexperiment zu meiner Wunschkundin gefunden:
Die Arbeit an meiner Zielgruppe hat mich viele Nerven gekostet. Meine Zielgruppe war viel zu unkonkret und ich nicht in der Lage, eine genaue Persona dazu zu entwickeln. Dann habe ich versucht, das ganze mit zwei völlig anderen möglichen Zielgruppen durchzuspielen und siehe da, bei einer kam ich richtig ins Schwitzen, weil ich gar nicht so schnell schreiben konnte, wie meine Gedanken flogen.

Am Schluss hatte ich eine glasklare Wunschkundin definiert und Herzklopfen bis zu den Ohren – das bringt uns direkt zum nächsten Tipp.

Experten-Tipp Nr. 3 – Hör auf deinen Bauch, lass dein Herz sprechen!

Nicht erst seit meinem Persona-Experiment weiß ich: es fühlt sich gut an, wenn es richtig für mich ist. Dein Herz, deine Intuition, dein Bauchgefühl – nenn es wie du willst – zeigen dir oft: dies hier ist das Richtige für dich.

Wir scheuen uns öfter davor, Entscheidungen nicht rational zu treffen, als rein emotional gesteuert zu sein. Lass deine innere Stimme zu Wort kommen, denn sie kennt dich gut.

So gehst du vor:
Im Trubel des Alltag finden wir kaum Ruhe, mal nach innen zu hören. Aber deine innere Stimme ist vielleicht ziemlich leise und wird ständig übertönt.

Nimm dir vor jeder Entscheidung kurz Zeit, runterzukommen und in dich hinein zu spüren. Du brauchst dazu keine Klangschalen, Räucherstäbchen und so, konzentriert und tief ein- und ausatmen bringt dich deiner inneren Stimme schon ganz entscheidend näher. Regelmäßige Meditationen sind natürlich die Königsklasse.

Außerdem kannst du deinen Intuitionsmuskel im Alltag trainieren. Versuche einfach mal, dir keinen Einkaufszettel zu schreiben, sondern dich für dein Abendessen im Supermarkt oder auf dem Markt inspirieren zu lassen. Mache einen Spaziergang und lass dich durch die Straßen treiben, ohne Plan und festes Ziel. Regelmäßig für einfache Entscheidungen angewendet, hast du deine Intuition dann auch für wichtige Entscheidungen parat.

Du fragst dich jetzt vielleicht, ob für eine fundierte Positionierung Fakten nicht die bessere Entscheidungsgrundlage sind. Fakten sind nicht falsch und du brauchst sie unbedingt. Aber deine Positionierung muss so gestrickt sein, dass sie dir langanhaltend Spaß macht – sonst wirst du all die Herausforderungen des Selbständig-Seins und mögliche Durststrecken nicht überstehen. Für deine Positionierung ist dein Bauchgefühl einfach ein Nachhaltigkeits-Garant.

Meine gefühlte Positionierung wird auch übermorgen noch richtig sein:
Ich finde den Gedanken daran, ein richtig gutes Bauchgefühl zu haben, total verlockend. Leider bin ich so nicht, mein Kopf redet immer mit. Aber ich habe inzwischen oft genug erfahren, wie gut es sich auch langfristig anfühlt, auf der richtigen Fährte zu sein. Nach Motivation, Spaß und „das soll genau so sein“.

Rückblickend kann ich tatsächlich sagen: Keine meiner intuitiv getroffenen Entscheidungen habe ich bisher bereut. Aber viele von denen, für die ich ausschließlich auf meinen Kopf gehört habe!

Experten-Tipp Nr. 4 – Bestehe nicht darauf, es allein zu schaffen!

Und noch eine Erfahrung möchte ich dir mit auf den Weg geben: Hol dir Hilfe, wo immer es geht. Bei der Arbeit an deiner Positionierung hast du sicher schön öfter mal gedacht „Verdammt, ich steh ihm Wald!“ Heraustreten fällt dir schwer, denn du bist mittendrin, emotional betroffen, von Glaubenssätzen blockiert und deine Ängste lähmen dich.

Nur wenige Menschen schaffen es ganz allein, all diese Dinge beiseite zu schieben und klar zu erkennen, was los ist. Ehrlich gesagt haben alle, die ich kenne und die das – sagen wir mal – ziemlich gut hinbekommen – Hilfe dabei. Na klar kennst du dich am besten, schließlich lebst du jeden Tag mit dir. Aber um dich herum gibt es eine Menge Menschen, die vielleicht Dinge in dir sehen, die du gar nicht wichtig findest, weil sie für dich total normal sind.

Sätze, die du unbewusst sagst, Sachen, die du unbewusst tust – deine Mitmenschen erleben sie bewusst und können dir ganz brachial – aber auch sehr hilfreich den Spiegel vorhalten. Nutze diese Chance.

So gehst du vor:
Überlege dir, wer dir alles hilfreich sein könnte. Entscheide nicht danach, ob jemand immer deiner Meinung ist. Vielmehr sollte dir dein Gegenüber Wohlwollen entgegenbringen, aber durchaus auch eine eigene Meinung vetreten.

Familienmitglieder
Freund*innen
Geschäftspartner
Mastermind-Gruppen
Professionelle Choaches

Du findest sicher Hilfe in deiner ganz persönlichen Umgebung. Dort kennt und liebt man dich und du traust dich vielleicht eher, auch kritische Dinge zu besprechen. Fragestellungen zu persönlichen Stärken und Werten sind hier total gut platziert. Bedenke hier bitte, dass dein persönliches Umfeld eine vorgefertigte Meinung zu dir und deinem Business hat. Wenn es um eine Neuausrichtung geht, du dich und dein Business also grundlegend neu erfinden willst, kann das eher bremsen als beflügeln. Manchmal besteht außerdem im persönlichen Umfeld eine Hemmschwelle, deshalb schau dich unbedingt auch nach neutraler Hilfe um.

In Facebook-Gruppen oder bei Instagram kannst du dich einlesen und Anregungen holen, ohne direkt selbst in Erscheinung treten zu müssen. Oft findet hier in den Communities ein sehr bereichernder und wertschätzender Austausch statt, der dir schon ein ganzes Stück weiter hilft. Konkrete Hilfe für deine ganz persönliche Lösung findest du bei einem professionellen Coaching, wie auch ich es anbiete. Dort wird in einer kleinen Gruppe oder ganz individuell an genau deinen Themen und Aufgabenstellungen gearbeitet – immer mit den Ziel, für dich wirklich konkrete Ergebnisse zu erarbeiten. Das kann helfen, die scheinbar unüberwindlichen Hürden zu nehmen oder auch einfach eine Abkürzung sein, die dich deinem großen Ziel schneller näher bringt.

Wie hilft dir das nun für deine Positionierung? Ein kritischer, aber wohlwollender Blick von außen schadet grundsätzlich nie, denke ich. Er kann dir Alternativen eröffnen, auf die du selbst nicht gekommen wärst und die du in deinen Gedankenexperimenten nutzen kannst. Er kann Prioritäten ans Licht bringen, die du selbst nur unbewusst wahrnimmst. Im Austausch kannst du prüfen, ob deine Ideen und Erkenntnisse stimmig sind, ob deine Botschaften zünden. Du kannst wertvolle Hinweise für Details bekommen – verstehen die das so, wie ich das meine? Und du bekommst ganz einfach auch mal zu hören, dass du toll bist in dem was du tust. Lass ruhig auch deinen Bauch mal ein bißchen pinseln!

Ohne Hilfe hätte ich meine Vorurteile nicht überwunden:
Ich habe bei der Arbeit an meiner Positionierung mit sehr vielen Leuten gesprochen – meinem Mann, meinen Lieblingskunden, Kolleginnen und Freund*innen. Am meisten geholfen hat mir tatsächlich ein Online-Gruppencoaching, in dem mich nicht nur die wohlwollenden und sehr schlauen Hinweise der Coachin, sondern auch die wirklich cleveren Feedbacks der anderen Teilnehmerinnen tatsächlich zum Ziel gebracht haben. Allerdings muss ich sagen, dass ich vorher wirklich schon selbst viel Zeit und Grips investiert hatte – es war dann einfach an der Zeit, in die vollen zu gehen.

Ohne diese Vorarbeit wäre der Durchbruch vielleicht noch nicht so weit gewesen – ich war einfach auch reif dafür:-) Nimm dir also unbedingt Zeit, deine eigene Geschwindigkeit und Vorgehensweise zu finden.

Ich hoffe sehr, meine Tipps ermutigen dich, auch weiter an deiner Positionierung zu arbeiten und den notwendigen, aber auch hilfreichen Entscheidungen nicht länger aus dem Weg zu gehen. Und ich bin sicher, du kannst es schaffen! Es gibt ganz viel Lehrbuchwissen zum Thema Positionierung. Du brauchst eine Zielgruppe, ein konkretes Thema in dem du unterwegs bist, musst deine Werte und Stärken kennen und solltest dich mit all dem natürlich von deinen Wettbewerbern abheben. Du musst viele Entscheidungen treffen. Und genau da stoßen die Lehrbücher an ihre und deine Grenzen. Doch du weißt jetzt, wie du es trotzdem schaffst: mit einer persönlichen Vision im Rücken, der Bereitschaft, Zeit und Grips in Gedankenspiele zu investieren, einem guten Draht zu deiner inneren Stimme und Hilfe von Freund*innen, Business-Buddies, Familie und einer professionellen Coachin.

Bist du bereit dazu, in deiner Vielseitigkeit klare Kante zu zeigen und dein Profil zu schärfen?

Erfahre, wie du mit deiner Positionierung Klarheit für dein Marketing und Sichtbarkeit für dein Business gewinnst. >>LINK NEWSLETTER>>

3 typische Positionierungsfehler von Scannerpersönlichkeiten: Darum nimmt dich niemand als Expert*in wahr, obwohl du so viel kannst.

3 typische Positionierungsfehler von Scannerpersönlichkeiten: Darum nimmt dich niemand als Expert*in wahr, obwohl du so viel kannst.

Du denkst: Mit dem was ich alles kann, muss ich einfach erfolgreich sein!
Du merkst: Mit dem, was ich alles kann, werde ich einfach übersehen!
Wie kann das sein?

In meinen Trainings erlebe ich das immer wieder – den meisten Selbständigen ist bewusst: eine klare Positionierung ist die Grundlage für ihren nachhaltigen Businesserfolg. Und bestimmt hast auch du dir schon häufig Gedanken über dein Angebot und deine Zielgruppe gemacht. Aber als vielseitig interessierte Scannerpersönlichkeit fällt es dir eben nicht leicht, dich festzulegen. Und deiner Positionierung – und dir – fehlt es immer noch an der richtigen Portion Klarheit.

In diesem Artikel erfährst du, welche Fehler Multitalente und Scannertypen häufig machen, wenn sie an ihrer Positionierung arbeiten. Außerdem gebe ich dir Hinweise, wie du es trotzdem schaffst, mehr Klarheit in deine Positionierung – und damit dein ganzes Wirken als Selbständige zu bringen.

Positionierungsfehler Nr. 1: Du stehst für alles, und alles ist nichts.

Wenn du dich selbständig machst, packst du in der Regel erstmal all die tollen Sachen, die du kannst, in dein Angebot. Und weil das so viele sind versuchst du, dafür einen schönen Oberbegriff zu finden.

Ich lese immer wieder, dass Scannerpersönlichkeiten diese „Dachstrategie“ als Lösung empfohlen wird – und ich finde das ehrlich gesagt fatal, denn mich hat es wahnsinnig viel Zeit gekostet. Mein großes Generlisten-Thema war „Marketing“. An sich erstmal ein Begriff, mit dem jeder zumindest grob etwas anfangen kann.

Das Problem dabei: du bist einfach nicht die erste Wahl!

Unter „Marketing“ verstehen viele Leute ganz viele unterschiedliche Aufgaben, je nachdem, wo ihnen gerade der Schuh drückt. Marketing ist von der Erstellung eines Flyers (Können Sie auch Grafik?) bis hin zu Social Media (Machen Sie auch Instagram?) einfach ein riesiges Feld! Aber ganz sicher nicht geeignet für eine klare Positionierung.

Unter einem so weit gefassten Dach gibt es immer auch Dinge, die du nicht kannst. Mal davon abgesehen, dass du vielleicht auch gar nicht alles machen willst – aber dazu kommen wir weiter unten noch mal.

So musst du, wenn du mit potenziellen Kunden sprichst, öfter sagen – nein, das mache ich leider nicht – oder schlimmer noch, Aufträge annehmen, in die du dich erst mühsam einarbeiten musst.

Du stehst für nichts, wirst für keins deiner vielen Talente und Fähigkeiten als Expert*in wahrgenommen und bist demzufolge auch nicht die erste Wahl, wenn jemand ein Problem hat, dass du lösen könntest.

Der Ausweg: Entscheide dich!

Ich weiß, es ist angsteinflößend – aber du musst dich entscheiden. Du kannst nicht Expert*in für alles sein.

Die gute Nachricht: Du kannst ein Expertenthema finden, in dem du deine vielseitigen Interessen einfließen lassen kannst. Und du kannst weiteren Interessen in deiner Freizeit Platz einräumen. Ich schreibe gern, aber bin ich deshalb Schriftstellerin? Später vielleicht:-) Bis dahin lebe ich diese Leidenschaft hier im Blog aus und in meinem alljährlichen Weihnachtskarten-Marathon.

Entscheide dich für EIN konkretes Expertenthema. Deine Glaubwürdigkeit und deine Sichtbarkeit steigen exponentiell mit der Klarheit deiner Expertise, deines Angebots.

Positionierungsfehler Nr. 2: Du verschwendest deine Energie an die Falschen.

Wenn ich mich an möglichst viele Menschen richte, habe ich viel mehr Chancen, Kunden zu gewinnen. Denkst du das auch? Eine sehr beliebte Zielgruppe für Selbständige sind Mittelständler, wahrscheinlich, weil es so viele davon gibt in Deutschland. Spätestens, wenn du versucht, dir diesen Mittelständler als Person vorzustellen, merkst du aber, dass es den so gar nicht gibt.

Okay, erwischt, also ich habe das gemerkt, ich war nämlich auf dem Mittelständler-Tripp. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass eine spitzere Zielgruppe genug Potenzial für mein Angebot bietet. Außerdem ist da wieder die Angst, mit einer kleineren Zielgruppe an Vielfalt und Abwechslung zu verlieren.

Das Problem dabei: du wirst nicht gefunden!

Wenn du es nicht schaffst, deine Zielgruppe als tatsächliche Person zu beschreiben, hast du es sehr schwer, in deiner Ansprache, deinen Angeboten, etc. den Nerv deiner potenziellen Kunden zu treffen. Du versuchst zwar, in deren Welt einzutauchen, aber du kommst nie so nah ran, wie es möglich wäre und musst irre viel nachfragen, recherchieren.

Große Unternehmen investieren viel Geld in Marktforschung, um ihre Zielgruppe genau zu verstehen. Was brauchen und wollen die? Was sind deren Schmerzpunkte, auf die wir unsere Kommunikation richten. Wo suchen die nach Informationen, damit wir dort unsere Botschaften streuen können?

Weißt du das alles nicht von deinen Kunden, tust du dich schwer mit der Kreation passender Angebote. Du verlierst dich in Phrasen, wenn du Inhalte für dein Marketing erstellt. Und du verschwendest Geld für Werbekontakte, die kein Interesse an deinem Angebot haben.

Du wirst nicht gefunden, sondern musst aktiv akquirieren – Klinken putzen. Ist das nicht schrecklich?

Der Ausweg: konzentriere dich auf deine Wunschkunden!

Suche dir eine Zielgruppe, die dein Herz höher schlagen lässt. Echt jetzt. Natürlich ist es wichtig, dass deine Zielgruppe dein Angebot braucht und bereit und in der Lage ist, angemessen dafür zu bezahlen. Aber wäre es nicht schön, nur noch mit Menschen zu arbeiten, die deine Arbeit auch zu schätzen wissen? Menschen, die würdigen, was du für sie tust und mit denen die Zusammenarbeit so richtig Spaß macht?

Ich habe mich lange dagegen gewehrt, von meiner Zielgruppe abzurücken. Ein Gedankenexperiment hat mich schließlich zu ihr geführt – meiner Wunschkundin Andrea. So schnell und präzise hätte ich den Mittelständler nie beschreiben können. Und weißt du was: als ich Andrea zu Papier gebracht hatte, hatte ich richtig Herzklopfen!

Tausche deine Zielgruppe gegen diese*n eine*n Wunschkund*in. Du gewinnst so viel mehr Leichtigkeit, Treffsicherheit und Spaß für deine Angebote und dein Marketing.

Positionierungsfehler Nr. 3: Du ignorierst, was du wirklich willst.

Wer viel kann, gerät schnell in die Mädchen-für-alles-Falle. Du bist wie die Feuerwehr, die immer einspringen darf, wenn jemand anderes gerade nicht weiterkommt oder keinen Bock auf die Aufgabe hat. Vielleicht kennst du das noch aus deiner Zeit als Angestellte – meine Kolleg*innen waren immer ganz schnell dabei, ihre Aufgaben auf meinen Tisch zu packen.

Hast du schonmal ersthaft darüber nachgedacht, nur noch Dinge zu tun, auf die du wirklich richtig Bock hast? Du meinst, das geht doch nicht – gerade nicht als Selbständige*r?

Das Problem dabei: du beginnst, an dir zu zweifeln!

Eigentlich ist es doch total logisch, dass deine Motivation leidet, wenn du dich immer wieder durch ungeliebte Aufgaben quälen musst. Gerade in schwierigen Zeiten, Durststrecken wie Stressphasen, brauchst du diese Motivation aber unbedingt, um weiter dran zu bleiben.

Außerdem wirst du so wieder nicht als Expert*in für dein Exzellenzgebiet wahrgenommen. Du bist der Tausendsassa, Hans Dampf in allen Gassen oder eben das Mädchen für alles und wirst genau so auch eingesetzt. Nicht nur das: du wirst genau so auch bezahlt – und das ist für dich definitiv unter Wert!

Stehst du immer für alles und alle parat und holst die Kohlen aus dem Feuer, bist du überall gern gesehen. Aber richtig gewertschätzt wirst du dafür nicht und bist dir auch selbst deiner Stärken gar nicht bewusst. In Preisverhandlungen bist du deshalb unsicher und verkaufst dich unter Wert.

Du fängst an, an dir und deinen Fähigkeiten zu zweifeln und verstrickst dich in „Ich bin nicht gut genug“ und „Ich muss immer noch mehr lernen“ – so kommst du nicht in deinem Business an.

Der Ausweg: Finde heraus, worauf du wirklich Lust hast!

Sag öfter NEIN. Ich weiß schon, das schreibt sich ganz leicht und wahrscheinlich hast du es dir schon ganz oft vorgenommen. Aber es dann auch wirklich durchzuziehen und nicht dem Reflex zu folgen – ach komm, das kann ich ja eben noch mitmachen – ist ein Lernprozess.

Deshalb nimm dir wirklich mal die Zeit darüber nachzudenken, welche Aufgaben du tatsächlich überhaupt nicht mehr machen willst. Ich habe dazu eine schöne Übung für dich.

ÜBUNG – Finde heraus, was dir wirklich Spaß macht!

Du brauchst: 1 schwarzen, 1 gelben und einen roten Stift und ein Blatt Papier.

1. Nimm dir den schwarzen Stift und das Papier und schreibe in maximal 10 Minuten ganz viele Tätigkeiten/ Aufgaben ein, die in deiner selbständigen Tätigkeit für deine Kunden anfallen.

2. Dann markierst du mit einem roten Punkt die Aufgaben, die dir keinen Spaß bringen. Fragen wie diese helfen dir beim Aussortieren:
Was schiebst du immer ewig vor dir her?
Wozu musst du dich regelrecht zwingen?
Für welche Tätigkeiten bist du inzwischen einfach überqualifiziert?

3. Und dann nimm dir den gelben Stift und markiere die Aufgaben, die dir richtig viel Spaß bringen.
Worauf freust du dich immer wieder aufs Neue?
An welche Aufgaben setzt du dich mit einem Gefühl von Leichtigkeit?
In welchen Themen kannst du stundenlang versinken, ohne das Interesse zu verlieren?

Du siehst jetzt, welche Aufgaben wir wirklich wertvoll sind und bei welchen Anfragen du in Zukunft in jedem Fall sagen kannst: „Nein, das biete ich nicht an.“

Ich habe meinen Zettel übrigens immer wieder in der Hand, um ganz sicher zu gehen, nicht wieder in die Mädchen-für-alles-Falle zu tappen:-)

Ich behaupte nicht, dass meine Selbständigkeit nur noch aus Tätigkeiten besteht, die mich total happy machen. Aber die wesentlichen Themen habe ich so ausgesucht, dass sie mich immer wieder aufs Neue begeistern – die Inhalte, die Art zu arbeiten, die Menschen mit denen mich meine Arbeit zusammenbringt. Ich kann noch ganz viel mehr als das, was ich anbiete, aber das macht mir einfach nicht so viel Spaß. Und Aufgaben, die dennoch erledigt werden müssen – ich sag nur Buchhaltung – habe ich konsequent ausgelagert.

Verschaffe dir Klarheit darüber, was du machen willst und was nicht (mehr). Du gewinnst damit Motivation und Selbstbewusstsein auch für schwierige Situationen.

Auf dem Weg zu einer klaren Positionierung liegen für vielseitige Multitalente und Scannerpersönlichkeiten einige Stolperfallen.

Aber an deiner inneren Klarheit über deine Expertise und deine Wunschkunden musst du feilen, um auch nach außen klar und sichtbar zu werden. Ich bin davon überzeugt – und habe es vielfach gesehen – das ist der einzige Weg zu nachhaltigem Business-Erfolg.

Klarheit heißt nicht Langeweile! Ganz im Gegenteil! Es gibt abwechslungsreiche und doch klare Themenfelder, die dich fordern und Kunden, die deine besonderen Fähigkeiten brauchen und schätzen.

Kennst du eigentlich deine Stärken? Sie helfen dir dabei, deine Themen zu finden und deinen Bauchladen auszumisten.

Mit meinem Stärkencheck findest du schnell und intuitiv heraus, was deine Superpower ist. >>LINK STÄRKENCHECK>>

4 Gründe, warum deine vielen Talente nicht deine größte Stärke im Marketing sind

4 Gründe, warum deine vielen Talente nicht deine größte Stärke im Marketing sind

Deine vielen Begabungen mögen dazu beigetragen haben, dass du dir um Schule nie Sorgen machen musstest und jedem klar war: die macht mal ihren Weg. Wenn dein Weg nun aber heißt, dich und dein Business zu vermarkten, sind deine 100 Talente und 1000 Interessen tatsächlich deine größte Hürde.

In diesem Artikel erkläre ich dir, warum deine vielseitige Persönlichkeit deiner erfolgreichen (Selbst)Vermarktung im Weg steht und wie du dich und dein Business trotzdem aus der breiten Masse heraushebst.

Grund 1: Deine vielen Talente verwässern dein Marketing.

„Das ist doch die, mit dem …!“ oder „Die macht doch so …!“ – wäre es nicht großartig, wenn Menschen, die dich gar nicht persönlich kennen, genau wüssten, wofür du mit deinem Business stehst? Das ist es, was berühmte Menschen zu berühmten Menschen macht! Sie sind ein leuchtender Farbklecks in einem Meer aus Grau und Khaki.

Sichtbar werden, aus der breiten Masse herausstechen kannst du nur, wenn du dich von anderen unterscheidest. Im Marketingdeutsch heißt das USP – Unique Selling Proposition oder Unique Selling Point. Es geht also um Einzigartigkeit – deine Einzigartigkeit als selbständige Unternehmerin. Und das ist nicht nur, was du kannst, sondern auch, wofür du stehst und woran du Spaß hast. Ja, du hast richtig gelesen – du darfst Spaß haben bei deiner Arbeit, denn der überträgt sich auf deine Kunden und sorgt für mehr Motivation und bessere Ergebnisse! 

Selbst wenn du inzwischen für dich erkannt hast, dass deine Vielseitigkeit ein wichtiger und großartiger Teil deiner Persönlichkeit ist, musst du tiefer graben, um deinen wahren USP ans Licht zu befördern.

Das ist es, was berühmte Menschen zu berühmten Menschen macht! Sie sind ein leuchtender Farbklecks in einem Meer aus Grau und Khaki.

Du kannst also versuchen, deine Vielseitigkeit als USP zu verkaufen, mit knallharter Akquise zu persönlichen Kennenlern-Terminen zu kommen und hoffen, den potenziellen Kunden im Gespräch zu überzeugen. 

Du kannst aber auch von vornherein klar sagen, wodurch sich dein Angebot von anderen unterscheidet und vor allem, was der Kunde davon hat. Damit engst du zwar den Kreis der potenziellen Käufer ein, sprichst diese aber ganz gezielt an – du leuchtest in genau der Farbe, die deine Wunschkunden magisch anzieht.

Grund 2: Deine vielen Botschaften treffen keinen Nerv.

Was du kannst, kann ganz vielen Menschen weiterhelfen. Und weil du es total spannend findest, immer wieder neue Kontakte zu knüpfen, hast du deine Zielgruppe bewusst nicht zugespitzt. Schließlich hast du so auch die Chance, mehr zu verkaufen, weil du dich an viel mehr potenzielle Kunden richtest. Wer weiß schon, ob die sich alle leisten können und wollen, was du anbietest.

Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst die keiner kann – kennst du das Sprichwort? Allgemeines Blabla rauscht einfach so an uns vorbei. Überleg mal, du reagierst auf deinen Namen sofort, von einem allgemeinen „Hallo“ lässt du dich nicht einfangen. So lange du also nicht den Namen deine*r potenziellen Kund*in kennst, solltest du zumindest sehr genau wissen, wo ihm/ ihr der Schuh drückt und wie er/sie darüber spricht. So erhöht du die Chance deutlich, dass er/sie sich angesprochen fühlt.

Selbst wenn du dich auf eine sehr spezifische Zielgruppe konzentrierst, kannst du genug potenzielle Kunden finden. Denn wenn sich von der kleineren Masse an Menschen mehr von dir angezogen fühlen, kannst du am Ende mehr tatsächliche Kunden haben als vorher. Und vergiss nicht: um den Kern deiner Kunden herum werden sich weitere Kunden für dich entscheiden, deren Ton du nur zum Teil triffst.

Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst die keiner kann!

Du kannst also versuchen, den kleinsten gemeinsamen Nenner deiner vielen Zielgruppen zu finden, ein verschwommenes, allgemeines „Hallo“ absenden und ganz doll die Daumen drücken, damit durchzudringen. 

Du kannst dich aber auch auf eine kleine Zielgruppe einlassen, die du in allen Einzelheiten kennst. Und du kannst Angebote und Botschaften entwickeln, die so genau deren Nerv treffen, dass sie davon tatsächlich angezogen werden – weil sie sich verstanden fühlen.

Grund 3: Deine vielen Fähigkeiten überzeugen nicht.

Du kannst ganz viel und erzählst in den schillerndsten Farben davon. Kommst du mit Menschen ins Gespräch, kannst du mit deinem breiten Wissen und deiner unbändigen Neugier jemanden locker eine Stunde fesseln. Du hinterlässt Eindruck als interessante*r Gesprächspartner*in. Wenn du dich als Gesellschafter*in verdingst, macht das total Sinn. Bist du aber in einer anderen Branche unterwegs, hast du gerade eine gute Chance vertan.

Um nämlich mit deinem Business voran zu kommen, musst du für dein Thema in Erinnerung bleiben! Die Zeit von Universalgenies wie Leonardo Da Vinci und Goethe ist vorbei. In unserer komplexen, spezialisierten Welt sind Expert*innen einfach überzeugender.

Selbst, wenn du in wirklich vielen Bereichen viel mehr weißt und kannst als der Durchschnitt, wird dir das kaum jemand abkaufen. Du kannst nicht Expert*in für alles sein. Das ist die gängige Meinung. Eine spezifische Expertise vorzuweisen, gibt deinen potenziellen Kunden deshalb ein Gefühl von Sicherheit, bei dir die Hilfe zu bekommen, die sie sich wüschen. Und frag dich mal, ob es dir als Kund*in nicht genauso geht…

In unserer komplexen, spezialisierten Welt sind Expert*innen einfach überzeugender.

Du kannst also ganz viel Zeit, Aufwand und Marketingbudget investieren, um die Welt davon zu überzeugen, dass du tatsächlich ALLES besser kannst als andere. 

Du kannst aber dein Business und deine Marketing-Energie auch auf ein Thema lenken, in dem du ganz besonders als Expert*in wahrgenommen werden willst.

Grund 4: Für deine vielen Interessen hat niemand Zeit.

Da hast ein Seminar gebucht und zu Beginn sollen sich alle Teilnehmer vorstellen. Zwei Minuten für jeden. Nutzt du die Chance, gleich zu zeigen wofür du stehst? Oder versteckst du dich lieber hinter privaten Infos und Fragen zu den anderen? Am Schluss bleibt keine Zeit mehr für dein Statement. Aber das hätte eh viel länger als 2 Minuten gedauert.

Niemand hat Zeit, dir lange zuzuhören, du musst also schnell zum Punkt kommen. Auf deiner Website, in deinen Mails, beim persönlichen Kennenlernen – Menschen, die auf dich stoßen, sollten auf den ersten Blick erkennen, was du anbietest. Denn du musst dir ihre Aufmerksamkeit mit tausenden von Informationen und Botschaften teilen, die täglich auf sie einprasseln.

Selbst wenn du in deinen vielen Interessen einen Zusammenhang herstellen kannst und weißt, was dein Gegenüber davon hat, dass du dieses und jenes kannst: Du wirst nicht die Zeit bekommen, deinen Gesprächspartner davon zu überzeugen. Überlege mal: wie viel Zeit gibst du zum Beispiel einer Website, dir ihren Nutzen für dein Problem klar zu machen? Es sind nur Sekunden, jede Wette!

Menschen müssen auf den ersten Blick erkennen können, was du anbietest. Denn du musst dir ihre Aufmerksamkeit mit tausenden von Informationen und Botschaften teilen.

Du kannst also erstmal ausholen, argumentieren und zum Thema hinführen – und hoffen, dass dein*e Gesprächspartner*in Zeit mitgebracht hat. 

Du kannst aber auch gleich zum Punkt kommen. Sicher sortierst du auch hier wieder Menschen aus, die sich für dein Angebot überhaupt nicht interessieren. Aber denk auch mal an deine Zeit! Du willst sie doch nicht mit langen Gesprächen verschwenden, die dich und dein Business überhaupt nicht weiter bringen!

Fazit: Dein Marketing braucht klare Kante, um für dich zu funktionieren. Mit deinen vielen Talenten hast du es da schwerer als jemand, der mit nur einem Thema unterwegs ist. Die gute Nachricht: Auch du kannst es schaffen: wenn du einen klaren USP herausarbeitest, eine wirklich konkrete Zielgruppe für dich definierst, dein Expertenthema stringent verfolgst und schnell zum Punkt kommst, wenn du dich und dein Business präsentierst.

Bist du bereit dazu, in deiner Vielseitigkeit klare Kante zu zeigen und dein Profil zu schärfen?

Erfahre, wie du mit deiner Positionierung Klarheit für dein Marketing und Sichtbarkeit für dein Business gewinnst. >>LINK NEWSLETTER>>